Per un’unità didattica su Arthur Schnitzler

http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/Novellen/schnitzler/index.htm
dedicato soprattutto a Traumnovelle, ma ben fatto e buono anche per un inquadramento generale

http://www.raffiniert.ch/sschnitzler.html
utile su: Traumnovelle, Der grüne Kakadu, Leutnant Gustl
 

http://www.ub.fu-berlin.de/internetquellen/fachinformation/germanistik/autoren/multi_pqrs/schnitz.html

ottimi link

http://www.gutenberg.aol.de/autoren/schnitzl.htm

ove trovare testi originali di alcune opere, tra cui Der Reigen:  

inoltre potete utilizzare le seguenti informazioni generali, ben elaborate, partendo da varie fonti, da Eva-Maria Durchner, alunna della quinta classe del Liceo Classico Europeo c/o l’Educandato Statale Uccellis

 

Arthur Schnitzler (1862-1931 Wien)

 

Biographie und allgemeine Informationen über das Werk

Arthur Schnitzler wurde am 15. Mai 1862 als Sohn eines Professors der Medizin geboren. Er studierte ebenfalls Medizin in Wien und promovierte 1885. Bis 1893 arbeitete er als Assistenzarzt in verschiedenen Wiener Krankenhäusern. Später wurde er praktischer Arzt, widmete sich dann jedoch mehr und mehr seiner literearischen Arbeiten und lebte schließlich als freier Schriftsteller in Wien. Durch seine Publikationen lernte er 1890 Hugo von Hoffmansthal, Richard Beer-Hoffman, Hermann Bahr kennen, mit denen er einen Literaturzirkel bildete, der als “Jung-Wien” bekannt wurde. Als Dramatiker und Erzähler ist er ein typischer Repräsentant des Wiener Impressionismus. Diese neue Stilrichtung wurde meist von materiell sorglosen Autoren vertreten, deren literarische Treffpunkte sich meist rund um das Kaffehaus abspielten. Schnitzler entnahm die Themen seiner literarischen Arbeiten der sozialen und politischen Realität der österreichish-ungarischen Monarchie. Psychologisch und mit Ironie stelle er die bürgerliche Wiener Gesellschaft dar, wie sie alngsam an ihren inneren Widersprüchen zerbrach. Als junger Arzt beklagte er schon den “atavistischen Wahn” der akademischen Jugend, den rassistischen Antisemitismus, der sich in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts ausbreitete. Er kämpfte gegen das Dogma, das die Mehrheit seiner Zeitgenossen galt: der Krieg sei eine “Schicksalnotwendigkeit”. Er hatte ein pessimistisches und negatives Menschenbild.

Arthur Schnitzler wurde wegen seiner Skepsis, seiner Illusionslosigkeit und seiner scharfen Einsicht in die menschliche Natur oft als Nihilist betrachtet und daher von den öffentlichen Stellen wenig akzeptiert. In den meisten seiner Werke kommt eine dem Nihilismus verwandte Grundhaltung zutage. Alle Werte sind zweifelhaft gewoden. Es gibt nur Unzweifelbares: das Nichsein, der Tod. Der Tod bedeutet für seine Charaktere restlose, endgültige Vernichtung ohne Ausblick in ein anderes Leben. Das immerwährtende Warten auf den Tod bestimmt ihre Handlungen. Sie versuchen immer die Überlegenen zu spielen. Nie würden sie sich eine Verletzung, eine Überraschung anmerken lassen. Ihre Rettung heißt Haltung. Sie fühlen sich zum Komödienspiel gezwungen und ihre Handlungen sind alles andere als spontan. Weitere Themen, mit denen er sich in seinen Werken beschäftigt sind die Liebe, das Träumen und das Sterben. Außerdem zeigt er eine Vorliebe für die psychologische Durchleuchtung spielerischer, erotischer Situationen, wie sum Beispiel in einem seiner Werke, Der Reigen, die aufgrund der Vergänglichkeit ohne echte Gefühle dargestellt werden.

Schnitzler erlag 1931 den Folgen einer Gehirnblutung. Heute gilt er als einer der bedeutendsten österreichischen Schiriftsteller der Jahrhundertwende. Durch seine literarische Arbeit weiterte er mit Hilfe von Sigmund Freud das Wissen um die menschliche Psyche erheblich aus.

 

Arthur Schnitzler

Reigen

Zehn Dialoge. Entstanden 1896/97.

Personen: 

Die Dirne
Der Soldat
Das Stubenmädchen
Der junge Herr
Die junge Frau
Der Ehegatte
Das süße Mädel
Der Dichter
Die Schauspielerin
Der Graf

Die Geschichte:

Den Reigen formieren zehn Personen in zehn Dialogen, die diese vor bzw. nach der körperlichen Vereinigung führen, wobei jeweils ein Partner ausgetauscht wird. Folgende zehn Szenen finden statt:

Die Dirne lockt den Soldaten (1), der Soldat macht sich an das Stubenmädchen heran (2), das Stubenmädchen verfällt der Lust des jungen Herrn (3), der junge Herr arrangiert mit der verheirateten jungen Frau ein Schäferstündchen (4), die junge Frau wird von ihrem Gatten "verführt" (5), der Gatte führt das süße Mädel - ein von Schnitzler geschaffener und in seinen Stücken oft wiederkehrender Mädchentyp - ins Chambre séparée (6), das süße Mädel erlebt ein Tête-à-tête mit dem Dichter (7), der Dichter verbringt eine Nacht bei der Schauspielerin (8), die Schauspielerin bezirzt den Grafen (9), der Graf erwacht auf einem Diwan bei der Dirne (10) - der Reigen hat sich geschlossen.

Absichtlich führt Schnitzler die Personen seines Stückes nicht mit ihrem Namen, sondern mit der Bezeichnung ihres Standes oder Typs. Dennoch bleiben die Charaktere nicht farblos.

Die entlarvende Absicht des Dichters kommt nicht direkt zum Ausdruck, sondern die Personen verraten sich in den von Schnitzler mit äußerstem psychologischem Raffinement gelenkten Dialog auf unmerkliche aber eindeutige Weise.

Die Dialoge beschränken sich immer auf die Zeit vor und nach dem Geschlechtsverkehr. Das eigentliche Handlungsziel der Personen, ihre Triebbefreidigung wird nur oberflächlich angedeutet und schließlich durche eine Linie von Gedankenstrichen ersetzt. Im Sog der Begierde werden die Personen aber einander gleich wie der Kaiser und der Bettler vor dem Tod. Über die Struktur des Stückes, das Verhalten der Personen und ihrer Sprache vermittelt sich Schnitzlers kritische These der tabuisierten Sexualsphäre.

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